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Mineral

Minerale sind physikalisch und chemisch homogene1 (einheitliche), natürliche2 Festkörper3 der Erde, des Mondes und anderer Himmelkörper. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind Minerale anorganisch4 und kristallisiert5.


1 Als homogener Körper läßt sich jedes Mineral auf mechanischem Weg in (theoretisch) beliebig viele Teile zerlegen, die alle die gleichen physikalischen (z.B. Dichte, Lichtbrechung etc.) und chemischen Eigenschaften aufweisen. Man bezeichnet allgemein Materie als physikalisch und chemisch homogen, wenn beim Fortschreiten in einer Richtung immer wieder dieselben physikalischen und chemischen Eigenschaften angetroffen werden und wenn sich diese gleichen Eigenschaften auch mindestens in parallelen Richtungen wiederholen. Alles andere wäre heterogen.
Die chemische Homogenität besteht darin, daß jedes Mineral eine ganz bestimmte oder in festgelegten Grenzen schwankende stoffliche Zusammensetzung aufweist.

2 Minerale sind natürliche Produkte, d.h. sie sind durch natürliche Vorgänge und ohne Einflußnahme des Menschen entstanden. Ein künstlich im Labor hergestellter Quarz wird beispielsweise als synthetischer Quarz vom natürlichen Mineral unterschieden. Der synthetische Quarz ist zwar physikalisch und chemisch mit dem natürlichen Quarz identisch, jedoch als Kunstprodukt im Sinn der obigen Definition kein Mineral.

3 Minerale sind in aller Regel Festkörper. Die einzige Ausnahme bildet gediegenes Quecksilber, das sich bei Zimmertemperatur in flüssigem Zustand befindet. Wasser zählt nicht zu den Mineralen.

4 Die überwiegende Zahl der Minerale sind anorganische Verbindungen. Nur sehr wenige Minerale stellen organische Verbindungen dar. Untergeordnet treten chemische Elemente auf. Diese Minerale erhalten den Zusatz gediegen, z.B. gediegendes Gold, gediegenes Kupfer.

5 Meistens handelt es sich bei den Mineralen zudem um kristallisierte Festkörper, deren Bausteine (Atome, Ionen, Ionenkomplexe), ungeachtet zahlreicher Baufehler und Unregelmäßigkeiten, 3-dimensional periodisch angeordnet sind. Demgegenüber befinden sich nur wenige Minerale im amorphen, d.h. nichtkristallisierten Zustand. Ihr Feinbau ist dann geometrisch ungeordnet. Zu ihnen gehören als bekanntester Vertreter der Opal (SiO2 * n H2O) oder auch das seltene natürliche Kieselglas SiO2 (Lechatelierit). Die vulkanischen Gläser zählen wegen ihrer häufig heterogenen Zusammensetzung und ihres variablen Chemismus nicht zu den Mineralen. Sie werden den vulkanischen Gesteinen zugeordnet.


vergleiche:Gestein



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